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Katzen im Alter
Wer mit einer Katze zusammenlebt der weiss, welch wichtigen Platz eine Katze im Leben einnehmen kann. Daher ist es nur verständlich, dass man sich Gedanken darüber macht, wenn die Katze in die Jahre kommt. Aber keine Sorge: Das Alter ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Vorgang, der zwar einige Veränderungen mit sich bringt, aber nicht zwangsläufig mit Leid und Schmerzen verbunden sein muss.
Ab wann gehört meine Katze zum „alten Eisen“? Ab welchem Alter eine Katze zum „alten Eisen“ gehört, ist individuell sehr unterschiedlich und richtet sich unter anderem nach Rasse, Grösse, Ernährung und Haltung des Tieres. Als Faustregel gilt, dass Katzen ab dem 10. Lebensjahr als Senioren einzustufen sind. Diese Zahl ist ein Richtwert. Sie gibt Ihnen die Möglichkeit, sich rechtzeitig auf den neuen Lebensabschnitt Ihres alten Tieres einzustellen und einige sinnvolle Änderungen in der Haltung und Pflege vorzunehmen.
Erste Anzeichen des Alters Ihre Katze zeigt Ihnen, dass sie älter wird. Äusserlich kann man Katzen ihr Alter kaum ansehen. Selbst Fachleute können das Alter einer Katze nur schwer schätzen. Dennoch gibt es auch für den Halter erkennbare Hinweise darauf.
Beginn des Alterungsprozesses: - Katzen werden ruhiger und gelassener - Zunahme des Schlaf- und Ruhebedürfnisses - Anhänglichkeit nimmt zu - Häufig Rückzug in sichere Umgebung - Veränderte Fressgewohnheiten - Veränderter Stoffwechsel/Körperkondition - Fellqualität ändert sich - Beweglichkeit vermindert (Springen, Wenden)
Augen auf – zum Wohle Ihrer Katze Die Übergänge zwischen Altersbeschwerden und Alterskrankheiten sind oft fliessend. Grundsätzlich gilt: Je eher eine Schwäche erkannt wird, desto besser für Ihre Katze! Dann nämlich kann ihr in Absprache mit der Tierarztpraxis frühzeitig und bestmöglich geholfen werden – und so oft einiges an Leid erspart bleiben. Nutzen Sie diese Chance und haben Sie im täglichen Miteinander ein aufmerksames Auge auf Ihren langjährigen Gefährten.
Sinnvolle Altersvorsorge Das können Sie für Ihre Katze tun: Das Alter Ihrer Katze ist kein „Zustand”, den man „meistern” muss, sondern ein Lebensabschnitt, der auch viele Vorteile bietet. Man bedenke nur, wie viel Sie mit Ihrem Tier schon erlebt haben und wie intensiv Ihre Bindung über all die Jahre geworden ist.
Schenken Sie Ihrer Katze neben Aufmerksamkeit und Liebe eine verantwortungsvolle Altersvorsorge durch:
- gezielte, dem Lebensabschnitt angepasste Ernährung - sorgfältige, dem Alter entsprechende Pflege (z.B. Krallen kürzen lassen, Fellpflege) - individuell geeignete Bewegung - regelmässige Gesundheitsvorsorge bei Ihrem Tierarzt - optimale medizinische Versorgung
So bleibt Ihre Katze in Topform Übergewicht ist kein Schönheitsfehler, sondern eine ernsthafte Gefährdung der Gesundheit. Achten Sie daher auf ausreichend Bewegung sowie auf eine altersgerechte Ernährung Ihrer Katze und helfen Sie ihr, bis ins hohe Alter schlank und gesund zu bleiben. Stellen Sie z.B. die Ernährung Ihrer Katze im Falle der Kastration rechtzeitig um und beachten Sie die Fütterungs- empfehlungen der Spezialprodukte. Sollte Ihre Katze trotz bewusster Ernährung zu Übergewicht neigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis. Hier hilft man Ihnen, Ihre Katze gesund in Form zu halten für ein langes Leben!
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Die altersgerechte Pflege Verbinden Sie Wellness mit Gesundheitsvorsorge und verwöhnen Sie Ihren Senior durch besonders intensive Zuwendung und Pflege. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners, sondern hilft gleichzeitig, altersbedingte Veränderungen auszugleichen – und eventuelle Schwächen frühzeitig zu erkennen.
Haut und Fell Mit den Jahren wird das Haarkleid einer Katze schütterer, das Fell erscheint struppig und stumpf. Die Haut wird dicker, verliert an Feuchtigkeit und Elastizität. Das ist normal. Ganz anders sieht das mit dem steigenden Risiko von Hauttumoren aus. Es gilt daher bei der Pflege von Haut und Fell, sorgfältig und aufmerksam auf verdächtige Umfangsvermehrungen, Knoten und Verhär- tungen zu achten.
Checkliste für die Haut- und Fellpfelge - Ausgewogene Ernährung (mit Biotin, lebensnotwendigen Omega 3-/6-Fettsäuren und B-Vitaminen) - Regelmässige Pflege des Fells mit einer weichen Bürste - Auf Zubildungen wie Knoten achten, bei Entzündung oder starkem Wachstum unbedingt die Tierarztpraxis aufsuchen - Vorbeugender Schutz vor Flöhen, Zecken und Milben
Zähne & Gebiss Im Alter neigen Katzen vermehrt zu Zahnbelag. Wird dieser bakterienhaltige Belag nicht entfernt, verhärtet er sich zu Zahnstein und führt so zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen. Auf Dauer können sogar vereiterte Zähne und Zahnausfall die Folgen sein. Folgende Anzeichen weisen darauf hin, dass Ihre Katze Probleme mit den Zähnen hat:
- starker Geruch aus dem Maul - sichtbarer Zahnbelag/Zahnstein - Zurückzucken beim Trinken von kaltem Wasser - Probleme beim Fressen bis hin zur Futterverweigerung - einseitiges Kauen - bevorzugtes Fressen von Feuchtnahrung, Trockennahrung wird gemieden
Checkliste für die Zahn- & Gebisspflege - Ernährung mit einem hochwertigen Trockenfutter, das der Zahnhygiene dient, z. B. Dental - Jährliche Kontrolle des Gebisses in der Tierarztpraxis - Bei Bedarf Entfernung von Zahnstein Fitness für Körper und Geist Ältere Katzen klettern und springen nicht mehr so graziös, da sich Rückenwirbel versteifen können. Um Ihrem Senior Hilfestellung zu leisten, stellen Sie Kletterhilfen, wie eine Leiter oder einen Hocker vor seine erhöhten und damit schwerer erreichbaren Lieblingsplätze. Zur zusätzlichen Förderung des Wohlbefindens kann auch eine Ganzkörpermassage beitragen. Sie bringt Ihre Katze nicht nur zum Schnurren. Ganz nebenbei wird die Muskulatur gestärkt und Gelenke beweglich gehalten.
Spiel und Spass halten jung Im Alter werden Katzen oft genügsamer, sie fordern weniger Aufmerksamkeit und ergreifen seltener die Initiative zum gemeinsamen Spiel. Dabei hält ein aktives Miteinander Körper und Geist in Schwung – und Ihre Katze fit. Fordern Sie Ihre Katze daher öfter mal zum Spielen auf und helfen Sie ihr so, lange fit und aktiv zu bleiben.
Wenn das Schlafbedürfnis zunimmt Je älter die Katze wird, desto grösser werden die Abstände zwischen den aktiven Spielzeiten. Das Schlafbedürfnis nimmt zu. Eine Katze verbringt ohnehin den überwiegenden Teil, bis zu 15 Stunden täglich, mit Schlafen und Dösen. Der Schlaf ist für die Katze ebenso wichtig wie für uns Menschen und sollte nicht gestört werden, dies gilt für Senioren besonders.
Auf ein Katzenhirn strömt täglich eine ungeheure Menge von Reizen ein. Die Katze muss ständig neue Eindrücke verarbeiten wie auch alle Informationen verwalten, die sie vom Beginn Ihres Lebens an im Gehirn gespeichert hat. Beim Senior dauern die Erholungsphasen des Gehirns entsprechend länger, denn das Wachsein strengt an. Eine Vielzahl von Eindrücken gilt es immer wieder neu zu verarbeiten. Dies passiert im Traum der Katze. Für alles Erlebte, Gehörte, Gesehene benötigt sie die regenerierenden Schlafphasen, die bei den Senioren entsprechend länger dauern. Gönnen Sie Ihrer Katze die Auszeiten.
Der Wasserbedarf einer Katze Katzen müssen täglich ca. 60 ml Wasser pro Kilogramm ihres Körpergewichtes aufnehmen. Bei Katzen, die mit Feuchtfutter ernährt werden, wird dieser Wasserbedarf zum grossen Teil bereits über die Nahrung gedeckt. Ihr zusätzlicher Trink- wasserbedarf ist daher relativ gering. Katzen, die Trockennahrung fressen, müssen dagegen deutlich mehr trinken, zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Wussten Sie, dass... - Katzen mit Übergewicht eine geringere Lebenserwartung haben als schlanke Katzen, - die Lebenserwartung von Katern und Katzen ungefähr gleich hoch ist, - kastrierte Kater im Durchschnitt fünf Jahre, kastrierte Katzen vier Jahre älter werden als ihre unkastrierten Artgenossen, - bestimmte Rassen statistisch gesehen älter werden als andere, wobei Siamkatzen die höchste Lebenserwartung haben, - Wohnungskatzen älter werden als Freigänger
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Vergleich zwischen dem Alter der Katze und des Menschen (geschätzt)
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Alter der Katze (Jahre)
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Entsprechendebes Alter beim Menschen (Jahre)
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1
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15
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2
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24
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3
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28
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4
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32
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6
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40
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8
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64
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10
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56
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12
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64
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14
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72
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16
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80
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18
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88
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20
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96
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© by Nicole Erni, Zürich, 2012
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